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Im Auftrag von IB Krebs + Kiefer, Darmstadt und in Zusammenarbeit mit Monika Krebs Architekten wurde eine Studie für den Neubau des Hauptsitzes von Brown & Root-Condor, einer algero-amerikanischen Maschinenbaufirma für Öl- und Gasförderung, in Algier erarbeitet. Dabei ging es um ein Bürokomplex von ca. 20.000 m2 Nutzfläche auf einem freien Grundstück im Westen Algiers.
Die einzelnen Abteilungen sind in U-förmigen Gebäuden untergebracht, die entlang eines überdachten Verbindungsgangs mäanderartig zusammengeschlossen sind. Es ensteht eine einer Arabesken nachempfunde Struktur, bei der sich Gebäude und Umgebung verzahnen. Geschlossene, überdachte Höfe bilden Foyers für die einzelnen Abteilungen oder sind als zentrale Großraumbüroflächen nutzbar.
Die Raumorganisation stellt eine Mischung aus Einzel- und Großflächenbüros dar, die aufgrund der Stützenbauweise (Raster 6,0 x 6,0 m, wg. Erdbebengefahr) variabel disponierbar ist. Die interne Erschliessung folgt der mäanderförmigen Grundstruktur und verläuft abwechselnd entlang der innenliegenden und der aussenliegenden Fassaden.
Die nach aussen gewandten Fassaden sind zweischichtig und bestehen aus einer Isolierglashaut mit einer vorgehängten Sonnenschutzverkleidung. Letztere wird durch verschiedenfarbige, quadratische Keramikplatten gebildet, die in eine Stahlgitter eingehängt sind und ein gewebeartiges Muster erzeugen. Neben dem rein technischen Zweck, verleiht dieser tönerne Vorhang, der bewußt auf die traditionelle Ornamentik anspielt, dem Gebäude ein abstraktes, übergreifendes Erscheinungsbild, welches die Wahrnehmung der Gesamtanlage als ein Kontinuum verstärkt wird.